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Inhalt dieser Publikation

 

Kirchen in Steinbach

 

Auf der Grundlage von Kirchenbüchern, Kirchenbaurechnungen, Visitationsberichten und zahlreichen Urkunden  in kirchlichen und staatlichen Archiven hat eine Arbeitsgruppe unseres Vereins Daten und Fakten kirchlichen Lebens in Steinbach, von der ersten Erwähnung der St. Georgskapelle  1371 bis ins 20 Jhdt., zusammengetragen.

Auch die Befragung einiger betagter, alteingesessener Steinbacher Bürger lieferte manch interessan­te Einzelheit aus dem Leben in der sogenannten „guten alten Zeit“.

Der Anstoß für dieses Projekt ging  von Frau Ruth Rahmel aus, der damaligen Vorsitzenden unseres Vereins. Ihr war die Bearbeitung dieses Themenkreises ein großes Anliegen. So hat sie durch großes persönliches Engagement, als Leiterin des Arbeitskreises, durch gründliche Recherchen, durch intensive redaktionelle Arbeit und nicht zuletzt auch durch den Einsatz persönlicher Mittel ganz wesentlich zum Gelingen beigetragen.

Aus all dem ist, ausgehend von der Baugeschichte der Steinbacher Kirchen – der alten evangelischen Dorfkirche St. Georg, der modernen katholischen Kirche St. Bonifatius und, als jüngstes Bauwerk, seit 1974, der Kirchensaal der Neuapostolischen Gemeinde – auch ein lebendiges Bild vom kirchlichen wie auch vom Alltagsleben der Menschen vergangener Jahrhunderte entstanden. Beides war  nämlich früher in einem Ausmaß  miteinander verbunden, von dem

wir Heutigen uns kaum noch eine Vorstellung machen können. Gestalten von damals werden lebendig: Schultheißen, Pfarrer, Lehrer, aber auch einfache Bauern. Berichtet wird von Schicksalsschlägen, Hungersnöten, Seuchen, Kriegswirren, aber auch vom Umgang miteinander und mit der jeweiligen Obrigkeit, wobei sich die früheren Steinbacher oft genug als ein standhafter, eigen­williger Menschenschlag erwiesen.

Berichte über die Ausstattungsstücke der Kirchen, ihre Herkunft und Bedeutung machen das Buch auch zu einer wichtigen Bestandsaufnahme. Darin nimmt ein besonderes Schmuckstück der evangelischen St. Georgskirche, nämlich die kleine Barockorgel, die aus der Werkstatt der bedeutenden Orgelbauer­familie Stumm stammt und 1834 gebraucht aus Sprendlingen/ Rheinhessen angekauft wurde, einen breiteren Raum ein.

Wenn man bedenkt, dass beim Erscheinen des Buches im Jahr 2000 noch niemand ahnte, dass noch nicht einmal zehn Jahre später das Bistum Limburg die katholische Kirche St. Bonifatius dem Abriss preis­geben würde, wird plötzlich deutlich, wie wichtig eine solche Bestandsaufnahme, wie sie das Buch darstellt, für das Wissen und Verstehen späterer Generationen um ihre Vergangenheit ist.

 

496 Seiten           Preis: € 15,00